Gruppenbild der Beteiligten des Treffen der Krebsselbsthilfe

Treffen der Krebsselbsthilfe

Am 11. November 2021 kamen die Vertreterinnen und Vertreter der Krebsselbsthilfe NRW zu einem Gespräch mit der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten zusammen. Im Fokus stand der Austausch zu aktuellen Themen sowie die Aufgaben und Schwierigkeiten, die die Selbsthilfegruppen derzeit zu bewältigen haben.

Am 11. November 2021 trafen sich auf Einladung der Landesbehinderten- und -patientenbeauftragten Claudia Middendorf die Vertreterinnen und Vertreter der Krebsselbsthilfe in NRW im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in Düsseldorf.

Neben den aktuellen Themen rund um die Corona-Pandemie wurde vor allem darüber gesprochen, wie die Selbsthilfegruppen gestärkt und zukünftig besser gefördert werden können. Eine zentrale Fragestellung war dabei, wie schlagkräftige Patientenvertretungen organisiert werden können und der Nachwuchs in den Strukturen gesichert werden kann. Hier wurde diskutiert, inwieweit solche Aufgaben weiterhin ehrenamtlich übernommen werden können und müssen. Die Vertreterinnen und Vertreter sprachen sich einheitlich für einen Ausbau der hauptamtlichen Aufgaben innerhalb der Selbsthilfe aus. Gleichzeitig müsse die ehrenamtliche Arbeit attraktiver gestaltet werden. Hilfreich wäre die Gewährung von Bildungsurlaub für die notwendigen Fortbildungen sowie ein "Ehrenamts-Fonds", aus dem bestimmte Leistungen ausgezahlt werden könnten.

Neben der Arbeit auf Strukturebene wurde die Netzwerkarbeit als ein weiterer wichtiger Baustein der Selbsthilfe hervorgehoben. Auf regionaler Ebene sollte der Austausch mit allen Akteuren wie Ärztinnen und Ärzten, Apothekerinnen und Apothekern und weiteren Beteiligten gefördert werden. Zudem wurde angemerkt, dass die schon vorhandenen Strukturen und Unterstützungsleistungen sowie die relevanten Personen leichter zu identifizieren sein müssten, um die Arbeit der Selbsthilfe zu erleichtern. Häufig fehle es an einer Koordinierung der Informationen.

Die Landesbeauftragte versprach, die Anregungen aus dem Treffen aufzunehmen und die Selbsthilfe in ihren Anliegen zu unterstützen.Sie bedankte sich für den konstruktiven gemeinsamen Austausch und verständigte sich mit allen Beteiligten darauf, weiterhin im Dialog zu allen Fragestellungen zu bleiben.