Mädchen mit Downsyndrom hat bunte Farbe an den Fingern
18.03.2022

Claudia Middendorf zum Welt-Down-Syndrom-Tag: Vielfalt des Lebens feiern

Am 21. März findet unter dem Motto „Inklusion meint…“ der Welt-Down-Syndrom-Tag statt. Ziel ist, das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit für diese chromosomale Abweichung zu schaffen und zu stärken. An diesem Tag finden weltweit diverse Aktionen und Verstaltungen statt, die zur Inklusion von Menschen mit Down-Syndrom beitragen sollen.

Düsseldorf – Am 21. März findet unter dem Motto „Inklusion meint…“ der Welt-Down-Syndrom-Tag statt. Im Jahr 2006 wurde der Aktionstag durch die Organisationen Downsyndrome International und European Downsyndrome Association eingeführt. Ziel ist, das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit für diese chromosomale Abweichung zu schaffen und zu stärken.

Dazu erklärt Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten:

„Es ist ein gutes Zeichen, dass der internationale Tag in diesem Jahr bereits zum 18. Mal in Folge stattfindet. Das Ziel muss eine vollständige Inklusion der besonderen Lebenssituation der Menschen sein – ganz im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Als Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte wünsche ich mir, dass es bei der gebotenen Sensibilität nicht bei warmen Worten bleibt, sondern sich eine positive Wahrnehmung der Menschen mit Down-Syndrom entwickelt. Das zusätzliche Chromosom macht die Menschen zu etwas Besonderem und nicht zu einem gesellschaftlichen Außenseiter, wie es oft den Anschein hat.

Den internationalen Tag möchte ich dazu nutzen, um daran zu erinnern, dass hinter jedem Betroffenen ein Mensch steckt. Die Vielfalt des Lebens zu feiern, sollte nicht nur ein Gedanke bleiben. Wir müssen uns von dem Denkmuster lösen, die Betroffenen grundsätzlich als Leidende zu sehen.

Die Modemarke Victoria's Secret sorgte mit ihrem ersten „Engel“ mit Down-Syndrom für eine Premiere. Sobald wir dies nicht mehr als Besonderheit ansehen, wissen wir, dass wir das Ziel einer vollständigen Inklusion erreicht haben.“