Gesundheitspolitisches Fachgespräch 2026

Gesundheitspolitisches Fachgespräch zur Stärkung von Selbsthilfe, Patientenbeteiligung und Prävention in Nordrhein-Westfalen

Beim gesundheitspolitischen Fachgespräch in Düsseldorf standen die Stärkung der Selbsthilfe, die Patientenbeteiligung und die Bedeutung des ehrenahmtlichen Engagements im Mittelpunkt.

20.01.2026

Düsseldorf, 8. Januar 2025 – Auf Einladung der Landesbehinderten- und -patientenbeauftragten Nordrhein-Westfalens, Claudia Middendorf, fand am 8. Januar 2026 das Gesundheitspolitische Fachgespräch mit dem Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, statt. 

Traditionell bringt Claudia Middendorf die Vertreterinnen und Vertreter der Gesundheitsselbsthilfe NRW, der Selbsthilfe-Kontaktstellen (KOSKON), der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW, des PatientInnen-Netzwerks NRW, der Patientenbeteiligung NRW sowie des Koordinierungsausschusses der Patientenorganisationen NRW (KooA NRW) zusammen, um zentrale gesundheitspolitische Fragestellungen gemeinsam mit der Landespolitik zu erörtern.

Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen im Gesundheitssystem stand die Frage im Mittelpunkt, wie Selbsthilfe, Patientenbeteiligung und Prävention strukturell gestärkt und dauerhaft im Gesundheitssystem verankert werden können. Claudia Middendorf machte deutlich, dass Selbsthilfe, Patientenbeteiligung und Pflege keine ergänzenden Angebote sind, sondern tragende Säulen eines solidarischen und leistungsfähigen Gesundheitssystems. Eine nachhaltige Versorgung sei nur möglich, wenn diese Perspektiven systematisch berücksichtigt und strukturell abgesichert würden. 

Thematisiert wurde insbesondere die Bedeutung verlässlicher Förderstrukturen für die gesundheitsbezogene Selbsthilfe sowie die langfristige Absicherung der Selbsthilfe-Kontaktstellen. Dabei wurde deutlich, dass gesundheitliche und soziale Fragestellungen in der Lebensrealität vieler Menschen eng miteinander verbunden sind und frühzeitige, niedrigschwellige Unterstützung eine zentrale Rolle für Prävention und Versorgung spielt.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in der gesundheitsbezogenen Selbsthilfe. Claudia Middendorf unterstützte ausdrücklich die Forderung nach verbesserten Rahmenbedingungen. Engagement müsse ermöglicht werden, ohne die Gesundheit der Engagierten zu gefährden, und brauche eine klare politische Anerkennung.

Zudem wurde die konsequente Ausrichtung des Gesundheitssystems an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten erörtert. Im Fokus standen dabei eine Weiterentwicklung der Patientenbeteiligung, verlässliche Beteiligungsrechte sowie patientennahe und transparente Versorgungsstrukturen. Claudia Middendorf betonte, dass Patientinnen und Patienten nicht stärker gesteuert, sondern informiert, beteiligt und befähigt werden müssen.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärte: „Der Austausch mit Selbsthilfeorganisationen und Patientenvertretungen ist mir sehr wichtig. Es braucht diesen Dialog, um die Perspektive der Patientinnen und Patienten bei gesundheitspolitischen Themen mitdenken zu können. Das Gesundheitspolitische Fachgespräch schafft dafür einen bewährten Rahmen und trägt dazu bei, die relevanten Themen im Blick zu behalten.“

Das Fachgespräch machte deutlich, dass die Zukunftsfähigkeit des Gesundheitssystems in Nordrhein-Westfalen maßgeblich davon abhängt, ob die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen, Patientinnen und Patienten, Selbsthilfe und pflegenden Angehörigen verbindlich einbezogen werden. Claudia Middendorf zog ein klares Fazit: Ein leistungsfähiges und solidarisches Gesundheitssystem braucht starke Selbsthilfe und ein wirksame Patientenbeteiligung. Der Austausch setzte hierfür einen wichtigen politischen Impuls.

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