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Post-Vac-Tag 2026

Claudia Middendorf: „Betroffene brauchen Unterstützung und müssen ernst genommen werden“

Zum heutigen Post-Vac Awareness Day wird auf die Situation von Menschen aufmerksam gemacht, die nach einer COVID-19-Impfung unter langanhaltenden gesundheitlichen Beschwerden leiden. Die Landesbeauftragte Claudia Middendorf fordert mehr Unterstützung, Forschung und Anerkennung für Betroffene.

05.06.2026

Düsseldorf, 03. Juni 2026 – Zum heutigen Post-Vac Awareness Day fordert die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, Claudia Middendorf, mehr Sichtbarkeit, Unterstützung und Forschung für Menschen mit langanhaltenden gesundheitlichen Beschwerden nach einer COVID-19-Impfung.

Der internationale Post-Vac Awareness Day findet seit 2024 statt. Er macht auf die Situation von Menschen aufmerksam, die nach einer COVID-19-Impfung unter schweren und anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden leiden.

„Viele Betroffene kämpfen nicht nur mit ihrer Erkrankung, sondern auch darum, gehört und ernst genommen zu werden“, erklärt Claudia Middendorf. „In Gesprächen mit Betroffenen aus Nordrhein-Westfalen wird immer wieder deutlich, wie belastend nicht nur die gesundheitlichen Folgen, sondern auch die langen Wege durch das Gesundheitssystem sind.“

Menschen mit sogenannten Post-Vac-Syndromen berichten unter anderem von massiver Erschöpfung, neurologischen Beschwerden, Schmerzen sowie erheblichen Einschränkungen im Alltag. Viele Betroffene und ihre Angehörigen fühlen sich mit ihren Sorgen und Fragen allein gelassen.

„Impfungen bleiben ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitsschutzes. Gleichzeitig gilt aber auch: Menschen, die mögliche schwere Nebenwirkungen erleben, brauchen Anerkennung, medizinische Unterstützung und weitere Forschung“, so die Landesbeauftragte weiter. „Niemand darf mit seinen Beschwerden allein gelassen werden.

Auch in Nordrhein-Westfalen wenden sich Betroffene und Angehörige an Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen und Patientenvertretungen, um Unterstützung und Orientierung zu erhalten. Gerade die Rückmeldungen aus dem Land zeigen nach Ansicht der Landesbeauftragten, wie wichtig niedrigschwellige Hilfsangebote, bessere Vernetzung und wohnortnahe Unterstützung sind.

„Viele Menschen wünschen sich vor allem, ernst genommen zu werden und schneller passende Hilfe zu bekommen“, erklärt Claudia Middendorf. „Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, Betroffene nicht alleine zu lassen.“

Die Landesbeauftragte betont zudem die wichtige Rolle von Selbsthilfeinitiativen und Netzwerken. Diese leisten täglich wertvolle Arbeit, schaffen Austauschmöglichkeiten und begleiten Betroffene häufig über lange Zeiträume hinweg.

Anlässlich des Post Vac Awareness Day veranstaltet das Post-Vac Netzwerk heute eine bundesweite Online-Veranstaltung mit Informationen, Erfahrungsberichten sowie Beiträgen aus Medizin und Forschung.

„Gerade bei komplexen Krankheitsbildern sind Zuhören, Vernetzung und Zusammenarbeit entscheidend. Politik, Medizin, Wissenschaft und Selbsthilfe müssen gemeinsam daran arbeiten, die Versorgung für Betroffene weiter zu verbessern“, so Claudia Middendorf abschließend.

Der Mensch müsse immer im Mittelpunkt stehen – gerade dann, wenn Unterstützung gebraucht werde.

Pressekontakt:
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