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Sepsis erkennen – Leben retten

Sepsis erkennen – Leben retten

Alle sechs Minuten stirbt ein Mensch an einer Blutvergiftung: Claudia Middendorf weist mit Social-Media-Woche auf die unterschätzte Gefahr einer Sepsis hin

04.09.2026

Düsseldorf, 4. September 2026 - Alle sechs Minuten verstirbt in Deutschland ein Mensch an einer Blutvergiftung (Sepsis). Im Krankenhaus sterben damit doppelt so viele Menschen an einer Sepsis wie an Schlaganfall und Herzinfarkt zusammen. Dennoch ist die Erkrankung vielen Menschen kaum bekannt und wird häufig zu spät erkannt.

Das möchte Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, ändern. Anlässlich des Welt-Sepsis-Tages am 13. September startet sie vom 6. bis 13. September 2026 eine Social-Media-Woche auf Instagram und LinkedIn.

„Sepsis darf kein unbekannter Notfall bleiben. Wer die Warnzeichen kennt, kann im entscheidenden Moment schneller handeln. Deshalb wollen wir verständlich informieren, Aufmerksamkeit schaffen und Wissen vermitteln – gemeinsam mit Fachleuten, Organisationen und vor allem mit Menschen, die eine Sepsis selbst erlebt haben“, erklärt Claudia Middendorf.

Sepsis erkennen – und die Folgen sichtbar machen

Mit Videos, Reels und Beiträgen werden während der Aktionswoche zentrale Fragen rund um Sepsis verständlich beantwortet: Was ist Sepsis? Wie kann man sie erkennen? Welche Warnzeichen sollte man kennen? Welche Mythen sind falsch? Doch die Aktion soll bewusst weitergehen. Denn eine Sepsis zu überleben bedeutet nicht für alle Betroffenen, einfach in ihr vorheriges Leben zurückkehren zu können. Körperliche, kognitive und psychische Folgen können den Alltag langfristig verändern. Deshalb geht es auch um das Post-Sepsis-Syndrom (PSS), Rehabilitation, Pflege, die Rückkehr in Alltag und Beruf sowie Behinderung und gesellschaftliche Teilhabe.

Eine besondere Rolle spielen dabei die Erfahrungen von Sepsis-Überlebenden und Angehörigen.

„Wir wollen nicht nur über Betroffene sprechen, sondern ihnen selbst eine Stimme geben. Ihre Erfahrungen zeigen, was es bedeutet, eine Sepsis zu überleben und welche Unterstützung danach tatsächlich gebraucht wird. Diese Perspektive ist für eine patientenorientierte Gesundheitsversorgung unverzichtbar“, so Claudia Middendorf.

Viele Perspektiven, ein gemeinsames Ziel

An der Social-Media-Woche beteiligen sich zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus Patientensicherheit, Medizin, Pflege, Wissenschaft und Selbsthilfe. Mit dabei sind unter anderem das Aktionsbündnis Patientensicherheit mit #DeutschlandErkenntSepsis, die Deutsche Sepsis-Hilfe e. V., das Helios Klinikum Krefeld mit Dr. med. Tobias Plein, Kerstin Martensen mit Jann-190, Dr. med. Moritz Tellmann, die Sepsis-Überlebende Kirsten Kemper, der Sepsis Main-Taunus-Kreis, die Sepsis Stiftung Charité Berlin mit Prof. Dr. med. Konrad Reinhart:, Sepsis Data Net und die Deutsche Sepsis-Gesellschaft, Team Stopp Sepsis e. V, die Uniklinik Köln mit Prof. Dr. Matthias Kochanek sowie die WIR Stiftung pflegender Angehöriger.

Die Beiträge der Sepsis Social-Media-Woche sind auf den Social-Media Kanälen von Claudia Middendorf zu finden:
Instagram: https://www.instagram.com/lbbp_nrw/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/claudia-middendorf/

Für Interviews und Hintergrundgespräche stehen Claudia Middendorf sowie beteiligte Fachleute und Sepsis-Überlebende nach vorheriger Absprache zur Verfügung.

Pressekontakt:

Jennifer Geminiani
Fürstenwall 25
40219 Düsseldorf
Telefon: (0211) 855-4536
E-Mail: jennifer.geminiani@lbbp.nrw.de