Sepsis überlebt – und dann? Claudia Middendorf zieht Bilanz der Sepsis Social-Media-Woche
Rund 60.000 erreichte Social-Media-Konten, 15 Beiträge und 13 beteiligte Akteurinnen und Akteure: Aufklärung über Sepsis muss weitergehen.
Düsseldorf, 11. September 2026 - Sepsis sichtbar machen, Warnzeichen erklären und den Menschen hinter der Diagnose eine Stimme geben: Mit ihrer Social-Media-Awareness-Woche vom 6. bis 13. September 2026 hat Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren auf die unterschätzte Gefahr einer Sepsis aufmerksam gemacht. Rund 60.000 Social-Media-Konten wurden mit 15 Beiträgen auf Instagram und LinkedIn erreicht.
Im Mittelpunkt standen die wichtigsten Fragen: Was ist eine Sepsis? Wie erkenne ich sie? Wann muss ich handeln? Und was bedeutet es, eine Blutvergiftung zu überleben? Fachleute aus Medizin, Pflege und Wissenschaft erklärten die Erkrankung verständlich, während Sepsis-Überlebende und Angehörige ihre persönlichen Erfahrungen teilten.
„Eine Sepsis ist ein medizinischer Notfall. Wer die Warnzeichen kennt und schnell handelt, kann Leben retten. Die Resonanz auf unsere Aktionswoche zeigt: Das Interesse an verständlichen Informationen ist groß. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass dieses Wissen bleibt und weitergetragen wird.“, erklärt Claudia Middendorf.
Ein besonderer Schwerpunkt der Woche lag auf den Folgen einer überlebten Sepsis. Denn für viele Betroffene ist die Erkrankung mit der Entlassung aus dem Krankenhaus nicht vorbei. Körperliche, kognitive und psychische Folgen können den Alltag langfristig verändern. Rehabilitation, Pflege, die Rückkehr in den Beruf sowie Fragen von Behinderung und gesellschaftlicher Teilhabe können zu neuen Herausforderungen werden.
„Wir dürfen nicht nur fragen: Hat ein Mensch die Sepsis überlebt? Wir müssen auch fragen: Wie geht es diesem Menschen danach? Welche Unterstützung braucht er, um wieder selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können? Gerade für Menschen mit bleibenden Einschränkungen darf die Versorgung nicht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus enden.“, so die Landesbeauftragte.
Dabei müssen Informationen über Sepsis verständlich und möglichst barrierefrei zugänglich sein, damit Menschen unabhängig von gesundheitlichen Einschränkungen oder Behinderungen Warnzeichen erkennen und im Notfall richtig handeln können.
Für Claudia Middendorf darf die Aufmerksamkeit nicht auf eine Aktionswoche oder den Welt-Sepsis-Tag beschränkt bleiben. Auch in Nordrhein-Westfalen müsse das Thema Sepsis dauerhaft stärker in den Blick genommen werden – von Prävention und Früherkennung über die Akutversorgung bis hin zu Rehabilitation und Nachsorge:
„Eine Social-Media-Woche kann Aufmerksamkeit schaffen – sie kann die Aufgabe aber nicht beenden. Sepsis muss dauerhaft stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung und des Gesundheitswesens rücken.“
An der Aktionswoche beteiligten sich verschiedene Akteurinnen und Akteure sowie Organisationen: „Ich danke allen Fachleuten, Organisationen, Betroffenen und Angehörigen sehr herzlich. Sie haben mit ihrem Wissen und ihren persönlichen Erfahrungen dazu beigetragen, Sepsis verständlicher und sichtbarer zu machen. Die erreichten Social-Media-Konten sind ein gutes Signal – aber unser Ziel muss sein, dass aus Aufmerksamkeit dauerhaft mehr Wissen, bessere Versorgung und mehr Unterstützung für Betroffene in Nordrhein-Westfalen entsteht.“
Die Beiträge der Social-Media-Awareness-Woche sind weiterhin auf den Social-Media-Kanälen der Landesbehinderten- und patientenbeauftragten abrufbar:
Instagram: https://www.instagram.com/lbbp_nrw/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/claudia-middendorf/
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